Herbstlicher Sonnenuntergang am Wasser in Carolinensiel mit dem Schriftzug „Ja, ich habe gegen meine eigene Meinung verstoßen …“ als Titelbild für einen Nordsee-Kurzurlaub.

ZYKLUS IM KOFFER · REISEKOLUMNE · HERBST AN DER NORDSEE

Kurzurlaub an der Nordsee im Herbst: Drei Nächte, ein Laptop und überraschend viel Erholung

Vier Tage in Carolinensiel, mehr Pumpkin Spice Latte als gelesene Buchseiten und die überraschende Erkenntnis, dass ein kurzer Ortswechsel manchmal mehr verändert als ein perfekt geplanter Urlaub.

PERSÖNLICHER REISEBERICHT · MIT HERBSTREISE-BINGO UND CHECKLISTE

Ich bin eigentlich die Frau, die behauptet, dass sich Urlaub unter drei Wochen kaum lohnt. Bis ich mich bei längeren Reisen wirklich eingelebt habe, steht bei einem Kurztrip gefühlt schon wieder jemand mit dem Rückreiseticket vor der Tür. Darüber habe ich sogar einen eigenen Blogartikel geschrieben. Und was mache ich im Oktober? Ich fahre für drei Nächte an die Nordsee. Im Herbst. Freiwillig. In eine Region, in der das Wetter offensichtlich beschlossen hat, dass Handschuhe keine modische Übertreibung sind.

Ich hatte ein Buch dabei, meinen Laptop, Unterlagen für mein Wirtschaftspsychologie-Studium und die optimistische Vorstellung, zwischen Spaziergängen, Sauna und Frühstück ausgiebig zu lesen. Kleiner Zwischenstand: Ich habe mehr Pumpkin Spice Latte getrunken als Buchseiten gelesen. Der Roman durfte immerhin mit ans Meer. Auch Bücher brauchen schließlich gelegentlich einen Tapetenwechsel.

Was ich nicht erwartet hatte und zwar bin ich nach diesen wenigen Tagen mit ziemlich vielen neuen Gedanken nach Hause gefahren. Ich habe studiert, an meinem Blog gearbeitet, meine bisherigen Pläne überdacht und trotzdem nicht das Gefühl gehabt, meinen Urlaub am Laptop verbracht zu haben. Im Gegenteil. Ich war stellenweise sogar produktiver als zu Hause. Nicht, weil ich mich besonders angestrengt hätte, sondern weil ich plötzlich selbst entscheiden konnte, wann ich etwas erledige und wann eben nicht.

Falls du gerade überlegst, ob sich ein Kurzurlaub im Herbst überhaupt lohnt, möchte ich dich ein bisschen in meinem Leben mitnehmen. Nicht auf eine Reise mit zwölf Sehenswürdigkeiten, sieben Restaurantempfehlungen und einem minutiösen Ablaufplan. Sondern auf vier Tage, in denen ich festgestellt habe, dass ein Urlaub nicht unbedingt lang sein muss, um neue Gedanken mit nach Hause zu bringen.

Nordsee im Oktober: Mein Kopf wollte Urlaub. Mein Laptop durfte trotzdem mit.

Von Sonntag bis Mittwoch war ich in Carolinensiel. Drei Übernachtungen, vier Kalendertage und ein Wetter, das mich ziemlich schnell daran erinnerte, warum ich normalerweise lieber in wärmere Regionen reise. Trotzdem hatte ich mich ganz bewusst für die Nordsee entschieden. Ich wollte spazieren gehen, die kältere Jahreszeit einmal anders erleben, in die Sauna gehen und aus meiner gewohnten Umgebung herauskommen. Kein großer Urlaub, keine wochenlange Reiseplanung. Einfach ein paar Tage woanders sein.

Mein Aufenthalt NOORD Hotel in Carolinensiel

Wir übernachteten im NOORD Hotel in Carolinensiel. Ich mochte die Möglichkeit, nach einem Spaziergang wieder ins Hotel zurückzukehren, mich aufzuwärmen und den restlichen Tag nicht zwangsläufig mit weiteren Aktivitäten zu füllen. Gerade im Herbst finde ich es angenehm, wenn die Unterkunft selbst Teil der Auszeit sein darf. Man muss nicht morgens losziehen und erst abends zurückkommen damit sich eine Reise gelohnt hat. Manchmal ist der beste Programmpunkt der, für den man das Hotel überhaupt nicht verlassen muss.

Ich war viel am Meer, habe die Spaziergänge genossen und zwischendurch die Sauna genutzt. Gleichzeitig habe ich mich auch mit meinem Studium und meinem Blog beschäftigt. Für manche klingt das wahrscheinlich nach einer ausgesprochen merkwürdigen Vorstellung von Urlaub. Ich kann den Einwand verstehen. Schließlich fährt man normalerweise weg, um den Alltag hinter sich zu lassen und nicht, um ihm einen schöneren Schreibtisch zu organisieren.

Aber genau darin lag für mich der Unterschied: Ich musste nichts erledigen. Ich konnte mich mit einem Studienkapitel beschäftigen, wenn ich Lust darauf hatte und den Laptop wieder schließen, wenn ich lieber etwas anderes machen wollte. Es gab keinen festen Arbeitsbeginn und keine selbst auferlegte Mindestanzahl an Aufgaben. Und erstaunlicherweise hatte ich dadurch häufiger die Motivation, mich mit meinen Projekten zu beschäftigen. Vielleicht auch deshalb, weil sie nicht ständig gegen andere Verpflichtungen antreten mussten.

Das bedeutet natürlich nicht, dass du deinen Laptop mit in den Urlaub nehmen solltest, um dich anschließend besser zu erholen. Wenn du beruflich ohnehin ständig erreichbar sein musst, kann gerade das Gegenteil hilfreich sein. Für mich war es diesmal schön, etwas fortzuführen, das mich tatsächlich interessiert. Für dich könnte die beste Entscheidung sein, sämtliche Arbeitsgeräte zu Hause zu lassen. Entscheidend ist nicht, wie viele Aufgaben du erledigst, sondern ob du deine freie Zeit tatsächlich selbst gestalten kannst.

Transparenz: Wir haben unseren Aufenthalt im NOORD in Carolinensiel privat gebucht und selbst bezahlt. Es gab keine Einladung, Vergütung oder Kooperation mit dem Hotel. Meine Eindrücke beruhen auf meinem persönlichen Aufenthalt.

Zyklusbewusst reisen heißt für mich nicht, jeden Urlaubstag durchzuplanen

Wenn ich über zyklusbewusstes Reisen schreibe, geht es mir nicht darum, für jede Zyklusphase einen eigenen Urlaubsplan zu erstellen. Ich möchte schließlich verreisen und keine wissenschaftliche Versuchsreihe mit meinem Terminkalender durchführen. Mich interessiert vielmehr, wie ich unterwegs mit meiner Konzentration, meiner Energie und meinen Erwartungen umgehe. Denn auch im Urlaub kann man erstaunlich schnell anfangen, sich selbst unter Druck zu setzen.

Vielleicht kennst du das: Du hast ein paar Tage frei und möchtest möglichst viel herausholen, denn schließlich kostet eine Reise Zeit und Geld. Also werden Sehenswürdigkeiten herausgesucht, Restaurants gespeichert und Aktivitäten geplant. Und wenn du morgens feststellst, dass du eigentlich lieber noch einen Kaffee trinken oder eine Stunde länger im Hotel bleiben möchtest, dann kommt plötzlich das Gefühl auf, etwas zu verpassen. Dabei hast du Urlaub gebucht. Keine Prüfung über die effiziente Nutzung deiner Freizeit oder siehst du das anders?

Ich versuche inzwischen, meine Tage nicht automatisch gleich zu behandeln. Es gibt Phasen, in denen ich konzentriert arbeiten kann und andere, in denen mir ein Spaziergang oder eine längere Pause besser gefällt. Das kann mit meinem Zyklus zusammenhängen, aber genauso mit Schlaf, Wetter, Stress oder allem, was gerade sonst im Leben passiert. Deshalb möchte ich auch nicht jeden Unterschied sofort einer bestimmten Zyklusphase zuschreiben. Mir reicht zunächst die Frage: Wie geht es mir heute und was möchte ich mit diesem Tag anfangen?

An der Nordsee hatte ich das Gefühl, genau dafür wieder mehr Platz zu haben. Ich musste meine Spaziergänge nicht rechtfertigen, indem ich anschließend besonders produktiv war. Ich durfte in die Sauna gehen, ohne daraus eine neue Abendroutine entwickeln zu müssen. Und ich konnte an meinem Blog arbeiten, ohne mich anschließend dafür zu kritisieren, dass ich im Urlaub am Laptop gesessen hatte. Es war meine Zeit. Ich durfte entscheiden, was ich daraus mache.

Zwei Reise-Essentials, die ich an der kalten Nordsee wirklich gebraucht habe

Normalerweise könnte ich an dieser Stelle eine ausführliche Packliste für den Herbsturlaub präsentieren. Mit zwanzig Dingen, die du unbedingt besitzen solltest, bevor du dich auch nur in die Nähe einer Küstenregion wagst. Ich beschränke mich lieber auf zwei Kleinigkeiten, die für mich tatsächlich hilfreich waren. Mein Buch bekommt keinen Platz auf dieser Liste. Dafür hätte ich es vermutlich häufiger aufschlagen müssen.

REISE-ESSENTIAL 01 / Werbung

Thermo-Handschuhe gegen meine persönliche Nordsee-Eiszeit

Ich friere schnell. Und die Nordsee im Oktober hat sich nicht besonders bemüht, daran etwas zu ändern. Deshalb waren meine gefütterten Thermo-Handschuhe beim Spazierengehen ausgesprochen willkommen. Während andere Menschen vermutlich noch überlegten, ob überhaupt Jackenwetter ist, war ich gedanklich bereits bei der nächsten Tasse Kaffee.

Gerade wenn du im Herbst viel draußen unterwegs sein möchtest, lohnt es sich, nicht nur auf eine warme Jacke zu achten. Für mich machen warme Hände einen erstaunlich großen Unterschied aus wie lange ich einen Spaziergang genießen kann.

Meine Thermo-Handschuhe ansehen* →

REISE-ESSENTIAL 02 / Werbung

Meine Karottencreme für die kalte Jahreszeit

Neben den Handschuhen hatte ich meine Karottencreme von ARYA LAYA dabei. Bei kaltem Wetter achte ich besonders darauf, meine Haut zu pflegen. Gerade wenn ich zwischen frischer Luft, Hotelzimmer und Sauna unterwegs bin, möchte ich nicht noch eine halbe Kosmetikabteilung mitnehmen.

Ich mag Produkte, die ich ohnehin verwende und deshalb nicht extra für eine Reise neu kaufen muss. Meine Karottencreme gehörte diesmal dazu. Das ist meine persönliche Pflegeerfahrung und natürlich keine Garantie, dass sie für jeden Hauttyp gleich gut geeignet ist.

Meine Karottencreme ansehen* →

DIE KLEINE HERBSTREISE-EDITION

3 × 3 Momente statt 100 Urlaubspläne

Drei Momente in einer Reihe ergeben ein Bingo.
Ganz ohne Urlaubs-Leistungsnachweis.

Auf dem Balkon habe ich meinen Herbst noch einmal neu sortiert

Eine meiner schönsten Erinnerungen an diese Reise hat erstaunlich wenig mit einer klassischen Urlaubsaktivität zu tun. Ich saß auf dem Balkon, schaute nach draußen und beschäftigte mich mit meinem eigenen Herbstreset. Ein Workbook, das ich für „Zyklus im Koffer“ entwickelt hatte und nun selbst noch einmal ausfüllte. Man könnte sagen, ich habe mein eigenes Produkt getestet. Man könnte aber auch sagen, dass ich offenbar nicht einmal im Urlaub davor sicher bin, meine eigenen Fragen beantworten zu müssen.

Interessant war für mich war, dass ich manche Fragen mit etwas Abstand anders beantwortete als zu Hause. Dort sehe ich meinen Alltag mit all seinen Aufgaben, Terminen und offenen Projekten. Auf dem Balkon war ich für einen Moment einfach nur jemand, der auf die kommenden Wochen schaut und überlegt, was eigentlich noch wichtig ist. Welche Pläne möchte ich wirklich weiterverfolgen? Was hat sich vielleicht längst verändert? Und warum behandle ich manche selbst gesetzten Aufgaben so, als hätte ich dafür einen Arbeitsvertrag unterschrieben?

Gerade im Herbst merke ich häufiger, dass sich meine Motivation verändert. Die Tage werden kürzer, es wird früher dunkel und manche Dinge fühlen sich anstrengender an als im Sommer. Das heißt nicht, dass ich von Oktober bis März grundsätzlich keine Lust auf meine Projekte habe. Aber ich finde es sinnvoll, meine Planung gelegentlich zu überprüfen, statt stur an einer Version festzuhalten, die vielleicht vor drei Monaten noch gut gepasst hat.

Falls du deinen Herbst ebenfalls einmal reflektieren und bei Möglichkeit neu gestalten möchtest, findest du hier mein Herbstreset-Workbook. Ich habe es selbst auf dieser Reise noch einmal genutzt. Du musst dafür aber nicht an die Nordsee fahren. Ein Tisch am Fenster, eine Tasse Kaffee und ein wenig Zeit für dich reichen für einen Anfang völlig aus.

Zwischen Spaziergang und Meeresluft kam mir eine neue Idee für mein Business

Was mich an dieser Reise besonders überrascht hat, war nicht die Menge der erledigten Aufgaben. Es waren die Gedanken, die unterwegs entstanden sind. Ich habe mich noch einmal intensiver damit beschäftigt, wie ich „Zyklus im Koffer“ künftig gestalten möchte. Welche Themen will ich stärker aufgreifen? Wie viel Zeit soll mein Blog bekommen? Und wie kann ich ihn weiterentwickeln, ohne aus einem Projekt, das mir Freude macht, eine endlose Liste zusätzlicher Verpflichtungen zu bauen?

Einige Antworten kamen nicht beim Arbeiten, sondern beim Spazierengehen. Das finde ich inzwischen fast ein bisschen unverschämt. Da sitzt man zu Hause vor dem Laptop, überlegt, plant und recherchiert. Und dann, ja wirklich, läuft man irgendwo an der Nordsee entlang, versucht hauptsächlich, keine kalten Hände zu bekommen und plötzlich ergibt ein Gedanke mehr Sinn als nach zwei Stunden am Schreibtisch.

Unter anderem habe ich über meinen bisherigen Business Bestie Zyklus Talk nachgedacht. Ich möchte dieses Gespräch stärker als persönlichen Klarheitscall gestalten. Gerade im Herbst kenne ich selbst diese Momente, in denen ich an einer Idee zweifle, meine Motivation hinterfrage oder nicht genau weiß, welche Richtung ich mit einem Projekt einschlagen möchte. Nicht jede Unsicherheit braucht sofort einen neuen Businessplan. Manchmal hilft es schon, die richtigen Fragen zu stellen und die eigenen Gedanken einmal auszusprechen.

Daraus entstand für mich die Idee – bei dem Spaziergang am Meer – mein digitalen Kaffeeklatsch noch deutlicher auf solche Gespräche auszurichten. Wenn du selbstständig bist, an einem Projekt arbeitest oder gerade über die nächste Entscheidung in deinem Business nachdenkst, kannst du dir meinen Business Bestie Zyklus Talk – 60 Minuten für dich und dein Business buchen. Die Idee dazu hat auf dieser Reise jedenfalls noch einmal eine neue Richtung bekommen.

Und genau hier liegt für mich eine der schönsten Seiten am Reisen: Ich kann nicht vorhersehen, welche Gedanken mir unterwegs kommen. Ich kann mir Zeit dafür nehmen, aber ich kann sie nicht bestellen wie den nächsten Pumpkin Spice Latte. Manche Ideen entstehen beim Lesen, andere bei Gesprächen und wieder andere ausgerechnet dann, wenn ich überhaupt nicht vorhatte,  über meinen Blog nachzudenken.

Wie ich solche Gedanken später in konkrete Themen verwandle, habe ich übrigens in meinem Artikel „Wie ich als Bloggerin meine Content-Ideen finde“ beschrieben. Dafür brauchst du weder ein kreatives Genie noch einen besonders ausgefallenen Arbeitsplatz. Manchmal reicht es, genauer hinzuschauen, was dich ohnehin beschäftigt.

War ich an der Nordsee produktiver? Ja. Aber das war nicht der Sinn dieser Reise.

Ich könnte diesen Artikel natürlich mit einer beeindruckenden Bilanz beenden. Wie viele Aufgaben habe ich erledigt? Wie viele Gedanken festgehalten? Wie viel für mein Studium geschafft? Und wie effizient habe ich meine vier Tage genutzt? Schließlich lieben wir solche Vergleiche. Am besten noch mit einer hübschen Grafik, die beweist, dass ein Kurzurlaub die persönliche Leistungsfähigkeit verbessert.

Nur wäre das nicht die Geschichte, die ich erzählen möchte. Ja, ich hatte das Gefühl, unterwegs produktiver gewesen zu sein. Ich habe Dinge erledigt, die mich interessiert haben und Entscheidungen über meinen Blog getroffen. Aber hätte ich an diesen Tagen keinen einzigen Artikel geschrieben und keine neue Businessidee entwickelt, wäre die Reise nicht automatisch weniger wertvoll gewesen. Ich hätte immer noch Spaziergänge unternommen, Zeit außerhalb meines Alltags verbracht, die Sauna genossen und vermutlich eine beachtliche Menge Kaffee getrunken.

Das ist für mich ein wichtiger Unterschied. Wenn wir jede Auszeit danach beurteilen, wie viel sie anschließend für unsere Arbeit bringt, bekommt sogar die Erholung irgendwann eine Stellenbeschreibung. Dann gehen wir spazieren, um kreativer zu werden. Wir lesen, um etwas zu lernen. Und wir fahren weg, damit wir danach wieder mehr leisten können. Dabei darf ein Spaziergang einfach ein Spaziergang sein. Ohne anschließende Erfolgskontrolle.

Vielleicht liegt genau darin auch die Möglichkeit, zyklusbewusster mit dem eigenen Alltag umzugehen:

  • nicht jeden Tag dieselben Erwartungen an sich zu stellen.
  • Nicht jede Veränderung der Konzentration sofort als Problem zu betrachten.
  • Und nicht jede freie Stunde mit einer Aufgabe zu füllen, nur weil gerade Zeit dafür wäre.

Natürlich lässt sich nicht jeder Termin verschieben und nicht jede Verpflichtung einfach streichen. Aber dort, wo wir das selbst entscheiden können, lohnt sich die Frage, ob unser Plan gerade zu uns passt oder ob wir hauptsächlich versuchen, ihn um jeden Preis einzuhalten.

Deine kleine Herbst-Checkliste für einen Kurzurlaub ohne Freizeitstress

Falls du jetzt selbst Lust auf ein paar Tage außerhalb deiner gewohnten Umgebung bekommen hast, brauchst du dafür keinen ausgefeilten Reiseplan. Ich würde vor der nächsten Buchung lieber die  fünf Fragen beantworten. Die funktionieren übrigens auch für ein freies Wochenende zu Hause.

DEIN HERBST-KURZTRIP-CHECK

Fünf Fragen, bevor du den Koffer packst

Du kannst die Punkte direkt abhaken. Die Häkchen gelten für diese Seitenansicht und werden nicht an mich übermittelt.

Und würde ich wieder nur drei Nächte verreisen?

Erinnerst du dich an meinen ersten Satz? Ich bin eigentlich die Frau, die behauptet, dass sich Urlaub unter drei Wochen kaum lohnt. Nach Carolinensiel werde ich diese Meinung nicht komplett über Bord werfen. Ich mag längere Reisen weiterhin. Ich finde es schön, an einem Ort anzukommen, mich einzuleben und nicht sofort wieder an die Rückfahrt denken zu müssen. Drei Nächte sind für mich kein Ersatz dafür.

Aber ich habe festgestellt, dass ich mit einem Kurzurlaub auch gar nicht dasselbe erreichen muss. Ich kann ein paar Tage wegfahren, ohne daraus die Reise meines Lebens machen zu wollen. Ich kann eine kältere Region besuchen, obwohl ich normalerweise lieber meine Sonnenbrille trage. Und ich kann meinen Laptop mitnehmen, ohne dass er automatisch die Hauptrolle meiner Reise spielt. Das klingt vielleicht nicht nach einer besonders spektakulären Erkenntnis. Für mich hat es trotzdem etwas verändert.

Vielleicht hast du selbst gerade nicht die Möglichkeit, mehrere Wochen zu verreisen. Vielleicht möchtest du das auch gar nicht. Dann muss dein nächster Kurztrip keine kleinere Version eines großen Urlaubs werden. Du darfst ihn so gestalten, dass er zu deinem Alltag, deiner Energie und deinen zeitlichen Möglichkeiten passt. Und wenn du nach drei Tagen zurückkommst und feststellst, dass du weder eine neue Lebensphilosophie entwickelt noch sämtliche Sehenswürdigkeiten besucht hast, ist das vollkommen in Ordnung.

Ich bin jedenfalls mit neuen Gedanken über meinen Blog, einem überarbeiteten Blick auf mein Business und einem ziemlich guten Gefühl nach Hause gekommen. Mein Buch hat dagegen kaum Fortschritte gemacht. Vielleicht sollte ich es beim nächsten Mal einfach auf dem Balkon liegen lassen und schauen, ob es sich von allein liest.

MEIN GEDANKE ZUM MITNEHMEN

„Ein guter Urlaub muss nicht lang sein. Er muss auch nichts beweisen. Manchmal reicht es, für ein paar Tage woanders zu sein und wieder selbst zu entscheiden, was mit der eigenen Zeit passiert.“

Und falls dabei eine neue Idee entsteht, ist das schön. Falls nicht, war es trotzdem Urlaub.

Beim nächsten Kurztrip werde ich also vermutlich wieder meinen Laptop einpacken. Vielleicht auch mein Buch. Und ganz sicher meine Handschuhe, falls es wieder an die Nordsee geht. Nur eines möchte ich nicht mehr einpacken: die Erwartung, dass sich jeder einzelne Urlaubstag am Ende irgendwie rechnen muss.

Deine Mary ☕

Marys Reisekolumne: Persönliche Erfahrungen aus meinem selbst bezahlten Kurzurlaub im NOORD in Carolinensiel. Dieser Beitrag verbindet Reiseerlebnisse, zyklusbewusste Alltagsgestaltung und eigene Gedanken über Studium, Bloggen und Erholung. Die beschriebenen Erfahrungen sind persönlich und keine allgemeingültigen Empfehlungen.