Du liegst im Bett. Der Tag ist offiziell vorbei. Dein Körper wäre theoretisch bereit für Feierabend. Aber dein Kopf? Der sitzt noch mit Laptop, Kaffee und 17 offenen Tabs im inneren Großraumbüro und ruft: „Nur ganz kurz noch eine Sache.“
Klingt das für dich entspannt? Also für mich zumindest nicht.
Vielleicht kennst du genau diesen Moment: Du hast den ganzen Tag funktioniert, entschieden, organisiert, beantwortet, geplant. Und abends, wenn endlich Ruhe sein könnte, geht im Kopf plötzlich die Konferenz los. Was morgen noch ansteht. Was du heute vergessen hast. Was du hättest anders sagen sollen. Warum du eigentlich noch diese eine Nachricht beantworten müsstest. Und ob es wirklich normal ist, dass du dich gleichzeitig müde und innerlich wach fühlst.
Ehrlich gesagt, genau deshalb wollte ich einmal über das Thema Abendroutine sprechen. Nicht als perfekte Wellness-Show mit Seidenpyjama, Kräutertee und 90 Minuten Selbstoptimierung. Sondern als kleiner, machbarer Übergang vom Tag in den Abend. Eine Art freundliches „So, Feierabend jetzt“ an dein Nervensystem, deinen Kopf und deine To-do-Liste.
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Und ja, manchmal hilft dafür schon ein kleines Tool. Bei mir wäre das zum Beispiel eine ruhige Lesesituation statt Handy-Gescrolle. Dafür passt eine kleine dimmbare Buchlampe für abendliches Lesen im Bett* ziemlich gut. Nicht, weil eine Lampe dein Leben rettet. Sondern weil Licht manchmal der Unterschied ist zwischen „ich scrolle mich wach“ und „ich lese mich langsam müde“.

Abendroutine klingt brav. Ist aber eigentlich ein Notausgang aus dem Tag.
Eine Abendroutine ist im Grunde eine kleine Abfolge von Gewohnheiten, die dir hilft, den Tag bewusst abzuschließen. Nicht spektakulär. Nicht Instagram-reif. Nicht mit perfekt gefalteter Decke und Mondwasser auf dem Nachttisch.
Eine Abendroutine ist für mich eher sowas wie: Du gibst deinem Kopf ein Signal, dass er nicht mehr alles lösen muss. Heute nicht mehr. Morgen ist auch noch ein Tag, auch wenn dein Gehirn das ab 21:37 Uhr gerne vergisst.
Viele verwechseln Abendroutine mit einem riesigen Ritual. Da sollen dann plötzlich Journaling, Yoga, Hautpflege, Meditation, Tee, Lesen, Dankbarkeit, Atemübung, Stretching, Küche aufräumen, Handy weglegen und „noch kurz die Seele sortieren“ reinpassen. Vielleicht, sind wir da jetzt nicht einer Meinung, aber manche Abendroutinen wirken anstrengender als ein Montagmorgen mit leerem Kaffeevorrat, findest du nicht?
Eine gute Abendroutine muss nicht lang sein. Sie muss zu deinem echten Leben passen. Zu deinem Alltag. Zu deiner Energie. Zu deinem Abend, der vielleicht nicht mit Kerzenschein beginnt, sondern mit Wäsche, Spülmaschine, müden Augen und der Frage, warum schon wieder überall Ladekabel liegen.
Und genau deshalb darf deine Abendroutine einfach sein.
Wie schreibt man Abendroutine eigentlich?
Kleine W-Fragen-Tool-Pflichtübung, aber tatsächlich sinnvoll: Abendroutine schreibt man zusammen.
Also nicht „Abend Routine“, sondern Abendroutine. Genau wie Morgenroutine.
Und ja, ich habe extra nochmal im Duden nachgeschaut. Nicht, weil ich abends nichts Besseres zu tun habe. Sondern weil die deutsche Sprache manchmal wirkt, als hätte jemand beim Regelwerk gesagt: „Komm, wir machen es einfach unnötig spannend.“
Der Duden ist für mich ehrlich gesagt auch nicht immer die gemütlichste Abendlektüre. Tausende Wörter, hunderte Seiten, gefühlt fünf Reformen und am Ende sitzt man da und denkt: „Ich wollte doch nur wissen, ob dieses Wort zusammengehört.“
Tut es.
Abendroutine ist also richtig.
Und wenn du nach Ideen suchst, kannst du auch nach Begriffen wie einfache Abendroutine, Abendroutine für Erwachsene, Abendroutine zum Abschalten, Abendritual oder Routine vor dem Schlafen suchen.
Aber keine Sorge: Nur weil das Wort ordentlich zusammengeschrieben wird, muss deine Abendroutine nicht ordentlich aussehen. Deine Routine darf trotzdem nach echtem Leben aussehen. Nach halbvollem Wasserglas, müdem Kopf und dem festen Vorsatz, heute nicht mehr das Buch des Lebens zu verstehen.

Ich glaube, viele von uns haben tagsüber gar keine echte Pause im Kopf. Wir wechseln nur die Tabs: Arbeit. Nachrichten. Termine. Haushalt. Social Media. Vielleicht noch ein bisschen Selbstständigkeit, Content, Planungen, Familie, Beziehung, Körpergefühl, Zyklus, Zukunft, Geld, Mails, was auch immer gerade drückt.
Und dann kommt der Abend.
Eigentlich sollte jetzt Ruhe sein. Aber dein Kopf denkt sich: „Ah, endlich keine äußeren Reize mehr. Dann können wir ja jetzt alles verarbeiten, was wir den ganzen Tag elegant ignoriert haben.“
Frech finde ich zumindest, aber irgendwie logisch.
Wenn dein Kopf abends laut wird, heißt das nicht automatisch, dass du undiszipliniert bist oder „einfach nicht abschalten kannst“. Vielleicht hast du tagsüber nur so viel getragen, dass dein Kopf abends nachsortiert. Wie eine Küche nach einer Geburtstagsfeier: Tagsüber sieht noch alles okay aus, und abends stehst du da und fragst dich, wer hier eigentlich mit sieben Tellern Kuchen gegessen hat.
Eine Abendroutine ist dann keine magische Lösung. Sie ist eher ein liebevoller Rahmen. Eine kleine Grenze. Ein Zeichen: Der Tag darf enden, auch wenn nicht alles fertig ist.
Der Abendroutine-Koffer: Was du wirklich einpacken solltest
Gute Frage. Und meine klare Meinung: Zur Abendroutine gehört nicht alles, was auf Social Media hübsch aussieht. Zur Abendroutine gehört das, was dir hilft, vom Machen ins Sein zu kommen. Ja, klingt kurz nach Räucherstäbchen. Ist aber praktisch gemeint.
Für mich besteht eine einfache Abendroutine aus fünf Bausteinen:
- Runterfahren: Licht, Lautstärke, Tempo reduzieren.
- Gedanken auslagern: Alles, was im Kopf kreist, irgendwo parken. Finde am besten deinen eigenen Gedankenparkplatz.
- Körper versorgen: Etwas trinken, bequemer werden, Wärme, Ruhe, Pflege.
- Morgen entlasten: Eine kleine Sache vorbereiten, damit du morgens nicht direkt im Chaos landest.
- Abschluss finden: Ein klares Ende setzen. Nicht perfekt. Nur spürbar.
Das muss keine Stunde dauern. Manchmal reichen 10 Minuten. Manchmal 20. Manchmal ist die Abendroutine auch nur: Zähne putzen, Handy weg, drei Gedanken notieren, Licht aus. Und ganz ehrlich? An manchen Tagen ist das schon Champions League oder was sagst du dazu?
Abendroutine in echt: weniger Glow, mehr Ruhe
Eine Abendroutine kann so aussehen, dass du nach dem Abendessen erst einmal nicht direkt aufs Sofa fällst und dich vom Handy adoptieren lässt. Sondern dass du einen kleinen Übergang einbaust.
Zum Beispiel:
Du räumst grob das Nötigste weg. Nicht die ganze Wohnung in einen Frühjahrsputz verwandeln wenn du das eigentlich nicht mehr schaffst. Nur das, was morgen früh sonst direkt deine Stimmung beleidigt.
Dann machst du dir ein Getränk. Tee, Wasser, irgendwas Warmes. Kein Dogma. Nur ein Signal.
Danach schreibst du kurz auf, was dir noch im Kopf vorschwebt. Nicht schön. Nicht poetisch. Einfach raus damit. „Morgen E-Mail beantworten.“ „Rechnung prüfen.“ „Warum war ich heute so gereizt?“ „Nicht vergessen: Waschmaschine.“ Dein Kopf muss nicht alles behalten. Dafür wurden Notizzettel erfunden. Und Kühlschrankmagnete. Und chaotische Zettel, die man später nicht mehr lesen kann.
Wenn du gerne etwas zum Ausfüllen hast, was dir vielleicht mehr Überblick verschafft, kann ein schlichtes Journal helfen. Ich finde zum Beispiel ein leichtes Dankbarkeits- oder Abendjournal schön, wenn es nicht zu kitschig wird. Dieses Tagebuch für Erwachsene für eine kleine Abendroutine* passt gut, wenn du nicht jeden Abend einen Roman über deine Gefühle schreiben willst. Manchmal reichen ein paar Zeilen. Manchmal reicht sogar: „Heute war viel. Ich habe trotzdem weitergemacht.“ Punkt. Reicht.
Danach kannst du etwas lesen, die Augen schließen, eine Wärmemaske nutzen, dich dehnen oder einfach in Ruhe dasitzen und nichts optimieren. Auch mal schön.
Warum deine Abendroutine scheitert, bevor der Tee gezogen ist
Der größte Fehler ist, dass wir Abendroutinen bauen, als wären wir eine andere Person.
Eine Person mit unendlicher Geduld. Eine Person, die abends noch Energie für 14 Schritte Selfcare hat. Eine Person, die ihre Yogamatte nicht als dekorativen Teppich benutzt. Eine Person, die beim Wort „Reflexion“ nicht innerlich schon die Augen verdreht, weil es heute einfach zu viel wäre.
Aber du brauchst keine Abendroutine für dein Ideal-Ich. Du brauchst eine Abendroutine für dich an einem normalen Dienstag.
Und einen normalen Dienstag stelle ich mir so vor: Du bist müde. Dein Kopf ist voll. Du hast vielleicht zu viel gescrollt. Du hast ein paar Dinge geschafft und ein paar Dinge nicht geschafft. Du willst Ruhe, aber du willst auch noch ein bisschen Leben fühlen. Du willst nicht sofort ins Bett, aber auch nicht bis Mitternacht im Gedankenkarussell sitzen.
Also bitte: Mach deine Abendroutine nicht zu einem weiteren Leistungsprojekt.
Sie soll dich entlasten. Nicht bewerten.
Meine Abendroutine für volle Köpfe und leere Akkus
Wenn mein Kopf abends nicht abschaltet, brauche ich keine perfekte Routine. Ich brauche eine, die mich nicht nervt. Das ist mein Qualitätsmerkmal.
1. Ich mache einen Mini-Reset im Raum
Nicht die ganze Wohnung. Keine Grundreinigung. Kein „Ich werde jetzt ein neuer Mensch und sortiere die Besteckschublade“. Nein.
Ich räume nur das weg, was mich morgen früh direkt anspringen würde. Tasse in die Küche. Laptop zu. Offene Zettel stapeln. Vielleicht den Tisch einmal grob freimachen.
Das dauert drei bis fünf Minuten und hat einen erstaunlich großen Effekt. Nicht, weil dann alles perfekt ist. Sondern weil der Raum nicht mehr schreit: „Du hast dein Leben nicht im Griff.“
Manchmal reicht es, wenn der Raum nur flüstert.
2. Ich parke meine Gedanken
Das ist für mich der wichtigste Teil. Wenn dein Kopf abends nicht abschaltet, hilft es oft bei mir nicht, ihm zu sagen: „Denk jetzt einfach nicht mehr.“ Das ist ungefähr so effektiv wie „Sei mal spontan entspannt.“
Besser: Gib den Gedanken einen Parkplatz.
Nimm ein Notizbuch, eine App oder einen Zettel und schreib alles auf, was noch offen ist. Nicht sortieren. Nicht bewerten. Einfach raus.
Beispiele:
- Morgen die Nachricht beantworten.
- Idee für Blogartikel: Mittagsroutine.
- Ich war heute komisch gereizt.
- Wäsche nicht vergessen.
- Das Gespräch von heute hängt noch nach.
- Ich brauche morgen längere Pausen.
- Warum habe ich eigentlich schon wieder keine Snacks vorbereitet?
Das Ziel ist nicht, alles zu lösen. Das Ziel ist, deinem Kopf zu zeigen: „Ich habe es gesehen. Du musst es nicht die ganze Nacht festhalten.“
✨ Mein Favorit für diesen Schritt: Wenn du nicht nur Zettelwirtschaft willst, sondern einen klaren kleinen Rahmen, schau dir dieses Abendroutine-Journal für Erwachsene* an. Gerade für Abende, an denen du nicht weißt, was du schreiben sollst, aber merkst: irgendwas muss raus aus dem Kopf.
3. Ich mache das Handy unattraktiver
Ich sage nicht: „Handy ab 20 Uhr komplett weg, für immer, nie wieder, sonst bist du verloren.“ Das wäre schön konsequent, aber auch ein bisschen unrealistisch, zumindest für mich.
Aber ich glaube schon, wenn dein Kopf abends nicht abschaltet, ist das Handy oft nicht der beste Wellnesspartner. Es fühlt sich nach Pause an, ist aber häufig eher mentaler Kaugummi. Du kaust und kaust und bist danach nicht wirklich satt, nur müder und wacher gleichzeitig. Danke für nichts.
Was helfen kann:
- Handy aufladen außerhalb vom Bett.
- Benachrichtigungen aus.
- Display dunkler stellen.
- Eine feste „letzte Runde“ erlauben.
- Danach bewusst wechseln zu: Buch, Journal, Musik, Hörkurs, Ruhe.
Bei mir funktioniert am Abend das Motto „nie wieder Handy“ auch sehr selten. Aber „nicht mit dem Handy im Bett versinken“ ist realistisch. Und realistisch ist mir tausendmal lieber als perfekt und nach drei Tagen gescheitert.
4. Ich gebe meinen Augen etwas Ruhe
Wenn du den ganzen Tag auf Bildschirme schaust, ist abends manchmal nicht nur dein Kopf voll, sondern auch dein Gesicht denkt sich: „Kann bitte jemand das Licht ausmachen?“
Eine warme Augenmaske oder Augenkompresse kann ein schönes Abendritual sein, einfach weil du dann mal kurz nichts anschaust. Kein Bildschirm. Keine Nachricht. Kein Feed. Nur Augen zu und fünf bis zehn Minuten Pause.
Ich würde daraus keine Wunderstory machen. Aber als kleines Signal an den Körper: „Wir gehen jetzt 3 Entspannungsetagen weiter nach unten“, finde ich ziemlich wirksam bei mir. Diese wärmende Augenmaske für ruhige Abendmomente* wäre für mich so ein Tool für Abende, an denen ich merke: Ich brauche jetzt nicht noch mehr Input. Ich brauche weniger.
5. Ich lese etwas, das mich nicht wieder hochdreht
Lesen klingt für viele leider immer noch langweilig. Fast ein bisschen nach „Trink mehr Wasser und geh früher ins Bett“. Aber es kann wirklich helfen, einen anderen Rhythmus in den Abend zu bringen.
Wichtig ist nur, lies nichts, was dich wieder komplett aktiviert. Also vielleicht nicht unbedingt Business-Strategien, Thriller mit 18 Wendungen oder Kommentare unter einem kontroversen Beitrag. Dein Kopf braucht keinen neuen Fall für die innere Ermittlungsbehörde.
Ich mag abends Texte, die weich, leicht oder ehrlich sind. Ein paar Seiten reichen. Und ja, dafür ist eine kleine dimmmbare Buchlampe fürs Bett* einfach praktisch. Nicht zu hell, nicht zu grell, nicht dieses große Deckenlicht, bei dem man plötzlich jede Pore und jede Lebensentscheidung sieht.
6. Ich bereite eine Sache für morgen vor
Nicht zehn. Eine.
Eine Sache für morgen vorzubereiten, kann deine Abendroutine richtig wertvoll machen. Nicht, weil du dann perfekt organisiert bist, sondern weil du deinem Morgen einen kleinen Gefallen tust.
Beispielsweise:
- Outfit rauslegen.
- Wasserflasche hinstellen.
- Laptop und Notizen bereitlegen.
- Frühstücksidee notieren.
- Tasche grob packen.
- Erste Aufgabe für morgen aufschreiben.
- Einen Termin checken, damit er dich nicht morgens überrascht wie ein schlecht gelaunter Waschbär.
Eine Sache reicht. Wirklich. Abendroutine heißt nicht, dass du deinen kompletten nächsten Tag im Voraus verwalten musst. Du willst bestimmt auch anfangen den Tag entspannt ausklingen zu lassen und nicht noch ein privates Projektmanagement-Meeting eröffnen oder?

Wenn du nur noch Ruhe willst: meine 10-Minuten-Notbremse
Wenn du abends kaum Energie hast, aber trotzdem nicht direkt ins Kopfkino fallen willst, probier mal diese einfache Variante:
Minute 1–2: Raum beruhigen
Tasse Kaffee weg, Laptop zu, Licht etwas runter dimmen.
Minute 3–5: Gedanken auslagern
Alles aufschreiben, was noch im Kopf seine Kreise zieht. Keine Ordnung oder Struktur nötig. Zumindest nicht auf meinem Gedankenparkplatz.
Minute 6–7: Morgen entlasten
Eine Sache vorbereiten.
Minute 8–9: Wohlfühl-Signal
Warmes Getränk, Augen schließen, Wohlfühldecke, ruhige Musik oder kurze Pause.
Minute 10: Abschluss-Satz
Sag oder schreib dir gern wie ich diesen einen Satz auf: „Für heute reicht es. Morgen kümmere ich mich weiter.“
Klingt eigentlich nach einer umsetzbaren Abendroutine oder? Also für mich ist es zumindest auch so. Genau deshalb funktioniert es eher als diese monströsen Routinen, bei denen man erst einmal Equipment, Disziplin und eine neue Persönlichkeit braucht.
Eine Abendroutine für Erwachsene, die keine Lust auf Perfektion haben
Ich finde, Abendroutinen für Erwachsene dürfen ehrlicher sein. Wir brauchen keine Routine, die so tut, als wären unsere Tage sauber geschnittene Kalenderblöcke.
Wir brauchen Routinen für echte Abende.
Für Abende, an denen man eigentlich nur auf dem Sofa liegen will.
Für Abende, an denen man sich fragt, warum man tagsüber so viel geschafft hat und sich trotzdem fühlt, als hätte man nichts erledigt.
Für Abende, an denen der Kopf nicht abschaltet, weil man zu lange stark, freundlich, verfügbar oder produktiv war.
Für Abende, an denen man merkt: Ich brauche keinen weiteren Tipp. Ich brauche einen Übergang.
Und genau da kann auch ein digitaler Impuls sinnvoll sein. Wenn du nicht nur lesen willst, sondern dir ein kleines System wünschst, um Gedanken zu sortieren und schneller aus diesem „alles gleichzeitig“-Gefühl rauszukommen, passt der Kurs Not-Aus für den Kopf – Wenn alles gleichzeitig wichtig ist* gut in deine Abendroutine. Nicht als Zauberknopf. Sondern als strukturierter Reset, wenn du merkst: Mein Kopf braucht gerade nicht noch mehr Input, sondern eine klare Ausfahrt.
Gute Abendroutinen sind nicht romantisch. Sie sind ehrlich.
Was sind gute Abendroutinen? Gute Abendroutinen sind für mich die, die du auch machst, wenn dein Tag nicht perfekt war.
Nicht die, die auf Papier beeindruckend aussehen.
Eine gute Abendroutine erkennt an, dass du abends nicht mehr dieselbe Energie hast wie morgens um 10 Uhr mit Kaffee und Resthoffnung auf einen „entspannten Tag“.
Eine gute Abendroutine sagt nicht: „Jetzt mach dich noch besser.“
Sie sagt eher: „Hey, für heute reicht’s. Du musst jetzt nicht auch noch den ganzen Tag auf deinen Schultern ins Bett schleppen.“
Und das ist für mich ein riesiger Unterschied.
Wenn du abends immer wieder ins Grübeln kommst
Grübeln ist oft wie ein Browser, der ständig neue Tabs öffnet. Du schließt einen Gedanken und zack, der nächste steht da: „Was ist eigentlich mit dieser einen Sache von 2018?“
Danke, Gehirn. Sehr hilfreich. Nicht.
Wenn du merkst, dass du abends viel grübelst, hilft manchmal eine klare Unterscheidung:
Kann ich jetzt gerade etwas tun?
Dann schreibe die kleinste nächste Handlung auf.
Kann ich jetzt gerade nichts tun?
Dann schreibe auf: „Nicht für heute.“ Klingt banal, aber es setzt eine Grenze.
Beispielsweise:
Gedanke: „Ich muss die E-Mail noch beantworten.“
Nächste Handlung: „Morgen 9:30 Uhr E-Mail öffnen und drei Stichpunkte schreiben.“
Gedanke: „Was, wenn das alles nicht klappt?“
Grenze: „Kein Gedanke für heute. Heute sammle ich keine Zukunftssorgen.“
Gedanke: „Ich hätte heute mehr schaffen müssen.“
Antwort: „Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Der Tag ist vorbei.“
Manchmal muss man mit dem eigenen Kopf reden wie mit jemandem, der zwar engagiert ist, aber dringend Feierabend braucht.
Kleine Produktübersicht für deine Abendroutine
| Bedürfnis am Abend | Was helfen kann | Link |
|---|---|---|
| Weniger Handy, mehr ruhiges Lesen | Kleine dimmbare Buchlampe | Buchlampe fürs Bett ansehen* |
| Gedanken sortieren | Abendjournal oder Dankbarkeitstagebuch | Journal für Erwachsene ansehen* |
| Augen und Gesicht entspannen | Wärmende Augenmaske | Wärme-Augenmaske ansehen* |
| Kopf sortieren, wenn alles gleichzeitig wichtig ist | Mini-Masterclass / Reset-System | Not-Aus für den Kopf ansehen* |
Eine Abendroutine darf auch zyklusbewusst sein
Gerade wenn du deinen Alltag zyklusbewusster planen möchtest, kann der Abend ein guter Moment sein, um dich kurz zu fragen: Wie voll war mein Tag wirklich? Wie fühlt sich mein Körper an? Habe ich heute gegen mich geplant oder mit mir?
Nicht als medizinische Analyse. Nicht als kompliziertes Trackingprojekt. Sondern als ehrliche Selbstbeobachtung.
Vielleicht merkst du an manchen Abenden: Heute brauche ich mehr Ruhe. Weniger Input. Weniger Erwartungen. Vielleicht merkst du an anderen Abenden: Ich bin noch kreativ, aber ich sollte trotzdem nicht bis 1 Uhr nachts an neuen Ideen herumwerkeln, weil mein Morgen sonst beleidigt aus der Ecke schaut.
Zyklusbewusst leben heißt für mich nicht, dass du jeden Tag perfekt deuten musst. Es heißt eher: Du hörst nicht erst hin, wenn dein Körper schon sehr laut wird.
Und eine Abendroutine kann genau dafür ein schöner kleiner Anker sein.
FAQ: Häufige Fragen zur Abendroutine
Was ist eine Abendroutine?
Eine Abendroutine ist nicht automatisch ein 12-Schritte-Programm mit Tee, Kerze und einem Gesichtsausdruck, als hättest du dein Leben komplett verstanden.
Eine Abendroutine ist eher dein kleiner Ausstieg aus dem Tag. Ein paar Gewohnheiten, die deinem Kopf sagen: „So, Feierabend. Wir lösen heute nicht mehr die Weltlage.“
Das kann ganz einfach sein. Licht dimmen. Handy weg. Gedanken aufschreiben. Zwei Seiten lesen. Zähne putzen. Fertig. Keine Show. Kein perfektes Ritual. Einfach ein Übergang vom Tageschaos in einen etwas ruhigeren Abend.
Was sind gute Abendroutinen?
Gute Abendroutinen sind die, die du auch machst, wenn du müde bist und nicht mehr nach „Glow-up“, sondern nach „bitte niemand mehr mit mir sprechen“ klingst.
Also nicht unbedingt Yoga, Journaling, Meditation, Hautpflege, Teezeremonie und Mondlicht in einer einzigen Stunde. Schön, wenn das jemand macht. Ich persönlich hätte danach wahrscheinlich eine eigene Pause von meiner Pause nötig.
Gut für dich ist, was dich wirklich entlastet. Zum Beispiel: Licht dimmen, Handy aus dem Bett verbannen, Gedanken aufschreiben, ein paar Seiten lesen oder eine Sache für morgen vorbereiten.
Kurz gesagt: Eine gute Abendroutine macht deinen Abend leichter. Nicht länger.
Was gehört zur Abendroutine?
Zur Abendroutine gehört nicht alles, was auf Pinterest hübsch aussieht. Und auch nicht dein kompletter Lebensumbau.
Bleiben darf alles, was dir hilft, aus dem Tag rauszukommen. Zum Beispiel ein kurzer Gedanken-Parkplatz im Journal, etwas ruhigeres Licht, bequeme Kleidung, ein Getränk, Lesen, Musik, Augen zu oder drei Dinge wegräumen, die dich morgen früh sonst direkt beleidigen würden.
Du musst nicht zehn Dinge machen. Such dir lieber zwei oder drei aus, die wirklich helfen. Eine Abendroutine soll dich nicht beschäftigen. Sie soll dich zurückholen.
Wie wird Abendroutine geschrieben?
Abendroutine schreibt man zusammen. Also: Abendroutine. Nicht „Abend Routine“.
Ja, ich habe es nachgeschaut. Weil Deutsch manchmal so tut, als wäre es ein Escape Room mit Kommaregeln.
Wenn du nach Ideen suchst, kannst du auch Begriffe wie einfache Abendroutine, Abendroutine für Erwachsene, Abendritual, Routine vor dem Schlafen oder Abendroutine zum Abschalten nutzen.
Aber nur, weil das Wort ordentlich zusammengeschrieben wird, muss deine Abendroutine nicht ordentlich aussehen. Sie darf nach deinem echtem Leben aussehen. Nach müdem Kopf, halb leerem Wasserglas und dem festen Entschluss, heute nicht mehr alles zu regeln.

Fazit: Deine Abendroutine muss nicht perfekt sein. Sie muss dich zurück zu dir bringen.
Eine einfache Abendroutine ist kein Wettbewerb. Du bekommst keine Extrapunkte dafür, dass du abends noch maximal ästhetisch entspannst. Es muss niemand sehen. Es muss nicht fotogen sein. Es muss nicht nach „clean girl evening reset“ aussehen.
Es darf nach dir aussehen.
Nach einem echten Abend. Mit müdem Kopf, halbvollen Wassergläsern, offenen Gedanken und dem Wunsch, endlich mal nicht alles gleichzeitig halten zu müssen.
Wenn dein Kopf abends nicht abschaltet, brauchst du nicht noch mehr Druck. Du brauchst weniger Lärm. Einen kleinen Übergang. Einen Ort für deine Gedanken. Ein Signal an dich selbst: Heute ist genug.
Und falls du direkt heute Abend damit loslegen willst, mach es dir nicht zu kompliziert: Schreib heute Abend drei Dinge auf, die noch in deinem Kopf kreisen. Leg dein Handy ein Stück weg. Lies zwei Seiten. Oder gönn deinen Augen zehn Minuten Pause mit einer wärmenden Augenmaske*. Nicht alles auf einmal. Nur ein Anfang.
Denn manchmal beginnt Ruhe nicht mit einem perfekten Ritual. Manchmal beginnt sie mit einem ehrlichen: „Ich mache heute nicht mehr alles.“
P.S.: Falls du eher so bist: „Ich brauche nicht nur ein Journal, ich brauche einen Not-Aus für mein komplettes Kopf-Chaos“, dann schau dir den Kurs Not-Aus für den Kopf – Wenn alles gleichzeitig wichtig ist* an. Für mich passt er perfekt zu deiner entspannten Abendroutine, weil er nicht nach noch mehr Selbstoptimierung klingt, sondern nach: „Bitte einmal innerlich aufräumen, aber ohne dabei ein neuer Mensch werden zu müssen.“
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