Persönliche Leseempfehlungen · Zyklusbewusst leben

Drei Bücher zum Zyklus verstehen: Wie ich gelernt habe, mich selbst besser zu lesen

Warum bin ich heute gut gelaunt und voller Ideen – und morgen fühlt sich plötzlich alles ein bisschen schwerer an? Diese Frage habe ich mir lange gestellt. Drei Bücher haben mich auf unterschiedliche Weise begleitet: vom ersten Gefühl, verstanden zu werden, bis zu mehr Orientierung rund um meinen Zyklus und meine eigene weibliche Energie.

Werbung / Affiliate-Hinweis: Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links. Wenn du über einen solchen Link ein Buch kaufst, erhalte ich eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Ich empfehle hier Bücher, die ich selbst gelesen habe und die mich persönlich begleitet haben.

Als ich mich selbst nicht richtig verstanden habe

Bevor ich mich intensiver mit meinem Zyklus beschäftigt habe, gab es Tage, an denen ich mich leicht, gut gelaunt und voller Pläne fühlte. Und dann gab es andere Tage, an denen ich schneller erschöpft war oder mich innerlich ganz anders erlebt habe. Ich konnte diese Unterschiede nicht immer einordnen. Oft dachte ich einfach: Man muss eben funktionieren. Der Körper kann doch nicht bei jeder Aufgabe mitreden.

Nur fühlte sich dieses „Einfach weitermachen“ nicht immer stimmig an. Ich wollte verstehen, warum ich mich nicht jeden Tag gleich fühle – und ob ich mir selbst vielleicht genauer zuhören kann. Nicht, um ab jetzt jede Stimmung erklären oder mein Leben nach einem starren Plan sortieren zu müssen. Ich wollte mich erst einmal selbst besser verstehen.

Diese drei Bücher waren dabei keine perfekte Schritt-für-Schritt-Anleitung. Sie haben mich an ganz verschiedenen Punkten abgeholt. Wild Power war mein Einstieg und hat etwas in meinem Denken aufgebrochen. Superpower Periode gab mir mehr Orientierung zu Zyklusphasen und Körperwissen. Und Wiedersehen mit mir selbst hat mich als Mensch angesprochen und neue Fragen in mir geöffnet.

Ich erzähle dir das nicht, weil ich heute für alles eine fertige Erklärung hätte. Ganz im Gegenteil: Auch jetzt gibt es Tage, an denen ich erst einmal sortieren muss, was gerade los ist. Der Unterschied ist eher, dass ich nicht sofort streng mit mir werde. Ich kann neugieriger hinschauen. Vielleicht hängt meine Stimmung mit meinem Zyklus zusammen, vielleicht spielen Schlaf, Alltag, Erwartungen oder andere Dinge mit hinein. Ich muss nicht bei jeder Veränderung sofort ein Etikett finden.

Genau deshalb wollte ich diesen Artikel nicht als Liste mit drei Klappentexten schreiben. Mich interessiert, was ein Buch in einem bestimmten Moment mit mir gemacht hat. Wo saß ich, als ich es gelesen habe? Was habe ich damals gebraucht? Und welcher Gedanke ist bei mir geblieben, auch nachdem ich das Buch zur Seite gelegt hatte? Für mich sind diese drei Bücher so etwas wie kleine Haltepunkte in meiner eigenen Geschichte geworden.

Wo möchtest du anfangen?

Wenn dich gerade besonders das Funktionieren beschäftigt, spring direkt zu meiner Geschichte mit Wild Power von Alexandra Pope und Sjanie Hugo Wurlitzer. Für Zyklusphasen und praktische Orientierung findest du Superpower Periode von Maisie Hill hier. Und wenn du wissen möchtest, welches Buch weitere Fragen zu meinem Leben als Frau geöffnet hat, lies bei Wiedersehen mit mir selbst von Melanie Pignitter weiter.

01 · Mein Einstieg ins Thema

Wild Power: Dein Zyklus als Quelle weiblicher Kraft

Mein Leseort: zu Hause im Büro.
Dort habe ich das Buch gelesen, das mich dazu gebracht hat, mich intensiver mit meinem Zyklus auseinanderzusetzen.

Ich hatte lange das Gefühl, dass man eben weitermacht. Dass der Alltag nicht wartet und man den eigenen Körper nicht ständig als Grund nehmen kann, etwas anders zu machen. Beim Lesen von Wild Power bin ich zum ersten Mal stärker auf den Gedanken gestoßen, dass mit mir nicht automatisch etwas falsch sein muss, nur weil ich mich nicht jeden Tag gleich fühle.

Das Buch hat für mich mit Tabus gebrochen. Ich hatte beim Lesen zum ersten Mal das Gefühl, verstanden zu werden – und nicht sofort etwas leisten oder tun zu müssen. Genau das war für mich ein guter Einstieg. Nicht, weil das Buch mir eine fertige Erklärung für jede meiner Stimmungen gegeben hätte, sondern weil ich mich mit meinen Fragen weniger allein gefühlt habe.

Die Autorinnen beschreiben den Zyklus als eine mögliche Quelle für Selbstwahrnehmung und Entwicklung. Ich habe daraus vor allem die Einladung mitgenommen, genauer hinzuhören und meinen Körper nicht automatisch als Störung meines Plans zu behandeln.

Ich mochte daran besonders, dass ich mich nicht erst komplett mit meinem Zyklus auskennen musste, um mit dem Thema anfangen zu dürfen. Ich konnte beim Lesen mit meinen eigenen Fragen da sein. Es ging für mich nicht darum, ab morgen jeden Termin anders zu legen oder meinen Alltag in vier perfekte Schubladen zu sortieren. Ich durfte zunächst einmal merken: Ich habe mich oft angepasst und weitergemacht, obwohl ich eigentlich gern kurz innegehalten hätte.

Und vielleicht kennst du dieses Gefühl auch: Du bist nicht unbedingt unmotiviert oder unzuverlässig, aber deine Energie fühlt sich heute anders an als gestern. Früher hätte ich das wahrscheinlich schneller als etwas bewertet, das ich überwinden muss. Durch das Buch habe ich eher begonnen, mich zu fragen, was ich gerade wahrnehme. Nicht, um mir alles durchgehen zu lassen, sondern um mich überhaupt mit in die Rechnung einzubeziehen.

Was bei mir hängen blieb: Ich darf mich verändern. Und ich muss nicht jeden Tag dieselbe Version von mir sein. Für mich war dieser Gedanke kein Freifahrtschein und keine neue Regel, sondern erst einmal eine Erlaubnis, genauer hinzuhören.

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Wild Power

Mein persönlicher Einstieg, wenn du dich mit dem Gefühl, ständig funktionieren zu müssen und einem neuen Blick auf den Zyklus beschäftigen möchtest.

Wild Power lesen *

02 · Mehr Orientierung und Zykluswissen

Superpower Periode von Maisie Hill

Meine Leseerinnerung: zu Hause und auf einer Autofahrt nach Österreich.
Ich war mitten im Studium und hatte zeitweise das Gefühl, dass mir vieles gleichzeitig zu viel wurde.

Mit Superpower Periode kam ein anderer Zugang dazu. Das Buch brachte mir die vier inneren Jahreszeiten näher und beschäftigte sich unter anderem mit Östrogen und Progesteron. Dazu kamen Leitfäden und praktische Impulse, die mir halfen, die eigenen Beobachtungen mit dem Gelesenen zu verbinden.

Ich fand es hilfreich, mehr Begriffe und Orientierung zu bekommen. Gerade in einer Phase, in der Studium und Alltag viel Raum einnahmen, dachte ich darüber nach, wie ich als Frau arbeiten und ein Business aufbauen kann, ohne so zu tun, als wäre meine Energie immer gleich. Das Buch hat mir dazu Gedanken und Anknüpfungspunkte gegeben – keine Regel, nach der ich jeden Tag planen muss.

Wenn ich darüber schreibe, bleibe ich bei meiner Perspektive: Ich bin keine Medizinerin. Ich teile, was ich gelesen und persönlich daraus mitgenommen habe. Nicht jede Frau erlebt ihren Zyklus gleich, und ein Modell muss zum eigenen einzigartigen Körper passen dürfen.

Das Buch kam zu einer Zeit, in der ich selbst viel über Arbeit und eigene Projekte nachgedacht habe. Ich hatte Ideen und wollte Dinge aufbauen, gleichzeitig merkte ich, dass meine Energie nicht jeden Tag auf demselben Level war. Ich wollte darüber schreiben, dass Frauen ein Business haben und ambitioniert sein können, ohne so zu tun, als gäbe es keine wechselnden Stimmungen. Nicht als Ausrede und auch nicht als starres Modell, sondern als Teil des echten Alltags.

Die Informationen zu Östrogen und Progesteron waren für mich Teil dieses Lernens. Ich wollte die Begriffe kennenlernen und besser verstehen, worüber andere sprechen, wenn es um Zyklus und Hormone geht. Dabei bleibt mir wichtig, die Grenze klar zu halten: Ich teile hier meine Leseerfahrung. Ich leite daraus keine medizinische Erklärung für dich ab. Wenn etwas an deinem Zyklus oder deinem Wohlbefinden Fragen aufwirft, ist eine qualifizierte medizinische Fachperson die richtige Anlaufstelle.

Was mir an den praktischen Leitfäden gefiel, war die Einladung, Dinge auszuprobieren und zu beobachten. Nicht jede Idee muss zum eigenen Leben passen. Und nicht jede Frau erlebt eine bestimmte Phase gleich. Ich darf aus einem Buch etwas mitnehmen und anderes liegen lassen. Das ist für mich ein entspannterer Umgang mit Wissen: Ich muss mich nicht an ein Modell anpassen, nur weil es übersichtlich aussieht.

Was bei mir hängen blieb: Wissen kann helfen, eigene Erfahrungen besser zu beobachten – ohne dass daraus ein neuer Anspruch an mich werden muss. Es darf Orientierung sein, kein zusätzlicher Stundenplan.

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Superpower Periode

Meine persönliche Empfehlung, wenn du dich näher mit Zyklusphasen, den inneren Jahreszeiten und alltagsnahen Impulsen beschäftigen möchtest.

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03 · Ein Buch, das neue Fragen geöffnet hat

Wiedersehen mit mir selbst

Mein Leseort: Mallorca.
Ich las das Buch, als ich gerade meine ersten Erfahrungen als Hypnosecoach im privaten Umfeld sammelte.

Bei Wiedersehen mit mir selbst fühlte ich mich als Mensch anerkannt und in vielem wiedererkannt. Gleichzeitig merkte ich, dass ich mich mit meinen Höhen und Tiefen als Frau nicht vollständig abgeholt fühlte. Das klingt vielleicht erst einmal widersprüchlich, war für mich aber ein wichtiger Moment: Ich konnte wertschätzen, was mich angesprochen hat, und gleichzeitig wahrnehmen, was mir noch fehlte.

Das Buch hat dadurch weitere Fragen in mir angestoßen. Was bedeutet weibliche Energie für mich eigentlich? Und warum wird dieser Ausdruck oft so verstanden, dass ich mich selbst darin nicht wiederfinde? Ich wollte mich nicht in ein fertiges Bild pressen. Ich wollte Worte für mein eigenes Leben und vor allem meine eigene Lebensphilosophie finden.

So wurde dieses Buch für mich weniger eine Antwort auf den Zyklus und mehr ein Teil meiner persönlichen Suche. Es zeigte mir, dass auch ein Buch, das nicht jede meiner Fragen trifft, etwas Wichtiges auslösen kann: den Wunsch, genauer herauszufinden, was für mich selbst stimmt. Wie es auch die Frau in dem Buch als Protagonistin versuchte.

Ich erinnere mich an diese Phase auch deshalb, weil ich als Hypnosecoach gerade erste Erfahrungen sammelte. Ich beschäftigte mich viel damit, wie Menschen sich selbst sehen, welche Geschichten sie über sich erzählen und was ihnen hilft, sich wieder näherzukommen. Beim Lesen auf Mallorca war ich also ohnehin mit Fragen rund um Selbstbild und persönliche Entwicklung beschäftigt.

Das Buch hat mich als Mensch angesprochen. Und trotzdem blieb da dieser Gedanke: Als Frau mit meinen Höhen und Tiefen fühle ich mich darin noch nicht ganz gesehen. Früher hätte ich vielleicht gedacht, ich müsste mich entscheiden: Entweder das Buch war gut, ich stimme allem zu und finde die Story der Frau mit Höhen und Tiefen verständlich, oder es war nichts für mich. Heute sehe ich das mit mehr Abstand zwischen mir und dem Tellerrand. Ich kann mich verstanden fühlen und gleichzeitig merken, dass ein Teil meiner Erfahrung noch keinen Platz bekommen hat.

Von dort aus wurde die Frage nach weiblicher Energie für mich spannender. Ich wollte nicht einfach ein Bild übernehmen, das von außen an mich herangetragen wird. Ich wollte herausfinden, was ich selbst darunter verstehe. Für mich hat das auch mit dem Zyklus zu tun, aber nicht nur. Es geht ebenso darum, wie ich mich wahrnehme, wie ich mich ausdrücke und ob ich mir erlaube, unterschiedliche Seiten von mir ernst zu nehmen.

Was bei mir hängen blieb: Manchmal ist ein Buch nicht die ganze Antwort. Auch wenn ich die Story der Frau in Italien mit ihrer Familie gut geschrieben und gut hineinversetzend fand. Manchmal hilft es mir, die nächste ehrlichere Frage zu stellen. Und manchmal ist genau diese Frage der Teil, der mich weiterbringt. Denn wir lernen mehr aus den Lebensgeschichten der anderen und deren Erfahrungen als dem 10. philosophischen Buch das idealtypisch geschrieben wurde. Wie siehst du das?

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Wiedersehen mit mir selbst

Meine persönliche Leseempfehlung, wenn dich Selbstwahrnehmung und die eigene Entwicklung interessieren. Und du gerne Parallelen zu dir auf humorvolle italienische Art ziehen möchtest.

Jetzt den Klappentext lesen *

Was diese drei Bücher für mich gemeinsam haben

Jedes Buch war an einem anderen Punkt wichtig. Wild Power hat mich mit dem Gefühl abgeholt, nicht immer funktionieren zu müssen. Superpower Periode hat mir mehr Wissen und praktische Orientierung zum Zyklus gegeben. Wiedersehen mit mir selbst hat mich als Mensch angesprochen und weitere Fragen über mein Leben als Frau geöffnet, so wie die Protagonistin vor Ort in Italien.

Zusammen erzählen sie für mich eine kleine Entwicklung: erst das Gefühl, verstanden zu werden; dann der Wunsch, Zusammenhänge besser einzuordnen; und schließlich die eigene Frage, was all das ganz persönlich bedeutet. Das ist meine Lesegeschichte. Vielleicht spricht dich eines dieser Bücher an, vielleicht ein anderer Titel oder ein Gedanke, der dir beim Lesen begegnet.

Ich glaube nicht, dass es für jede Frau genau diese Reihenfolge braucht. Vielleicht startest du mit einem ganz anderen Thema. Vielleicht ist gerade ein Satz aus einem Buch wichtig, während ein anderer Abschnitt dich überhaupt nicht interessiert. Das darf so sein. Lesen muss kein Projekt werden, bei dem am Ende ein komplett neues, optimiertes Ich herauskommt. Manchmal reicht es, wenn man sich beim Zuklappen denkt: Ah, so habe ich das noch nicht betrachtet.

Für mich war auch wichtig, dass ich das Thema nicht nur theoretisch betrachten wollte. Ich wollte es in meinen Alltag holen: in meine Arbeit, meine Planung, in die Art, wie ich auf gute und weniger gute Tage schaue. Nicht, damit ich jeden Tag anhand einer Zyklus-App bewerte. Sondern damit ich mich nicht ständig wundere, warum ich an manchen Tagen mehr schaffe und an anderen lieber kurz Luft hole. Diese Bücher waren ein Teil davon, meine eigene Wahrnehmung überhaupt ernst zu nehmen.

Dein kleiner Lese-Check-in

Du musst jetzt nichts lösen. Wenn du magst, öffne eine Frage, die dich gerade anspricht. Deine Antwort musst du niemandem zeigen.

Was möchte ich an mir selbst besser verstehen?

Vielleicht ist es eine Veränderung deiner Stimmung, deiner Energie oder einfach das Gefühl, dass du nicht immer gleich bist. Beobachten darf erst einmal reichen.

Wann fühlt sich mein Alltag anders an?

Du könntest für dich notieren, was du wahrnimmst und was gerade sonst in deinem Leben los ist. Dein eigenes Gefühl und die Interpretation deines Moments ist wichtiger als ein starres Schema.

Welcher Gedanke aus einem Buch bleibt bei mir hängen?

Manchmal ist es ein Satz, manchmal eine Frage. Du musst daraus keine große Aufgabe machen – es darf einfach ein Gedanke sein, der dich begleitet.

Mein Fazit: Ich musste nicht sofort alles verstehen

Diese drei Bücher haben mir nicht plötzlich jeden Tag erklärt. Aber sie haben mir geholfen, anders auf mich zu schauen. Ich muss nicht automatisch denken, dass ich mich zusammenreißen sollte, nur weil ich heute anders empfinde als gestern. Ich darf beobachten, nachfragen und herausfinden, was sich für mich stimmig anfühlt.

Zyklusbewusst zu leben bedeutet für mich nicht, mein ganzes Leben nach einem perfekten Phasenplan auszurichten. Es beginnt manchmal mit einer viel kleineren Frage: Wie geht es mir eigentlich gerade – und was nehme ich an mir wahr?

Wenn du dich gerade erst mit dem Thema beschäftigst, musst du nicht alle drei Bücher lesen oder sofort alles über Hormone wissen. Vielleicht reicht es, mit einer Frage anzufangen, die dich wirklich beschäftigt. Für mich war es damals: Warum fühle ich mich heute so und morgen ganz anders? Die Bücher haben mir nicht die eine Antwort geliefert. Sie haben mir aber gezeigt, dass ich neugierig bleiben darf und meinen Körper nicht automatisch als Gegenpol zu meinen Plänen betrachten muss.