ZYKLUS IM KOFFER · MEINUNG & ALLTAG
„Hast du deine Tage?“ – 15 Konter auf kuriose Periodensprüche
Warum mich ein Hörbuch nachts an alte Kommentare erinnert hat. Und welche Antworten ich damals gern parat gehabt hätte.
Gestern konnte ich wieder nicht einschlafen. Also lag ich da und dachte: Gut, wenn das mit dem Schlafen heute nichts wird, kann ich mich wenigstens noch ein bisschen weiterbilden. So habe ich mir „Periode ist politisch“ von Franka Frei angehört. Eigentlich wollte ich nur zuhören. Stattdessen fing mein Kopf irgendwann an, alte Gespräche hervorzukramen. Offenbar war noch Platz für eine kleine Sonderausstellung mit dem Titel: Dinge, auf die ich gern etwas anderes geantwortet hätte.
Besonders hängen geblieben ist mir ihre Erzählung darüber, wie ihr im Studium von dem Thema abgeraten wurde. Ich hörte von ihrem Weg als Periodenaktivistin und dachte: Schon interessant, wie viel Widerstand offenbar entstehen kann, wenn jemand über etwas sprechen möchte, das für so viele Menschen zum Alltag gehört. Mich hat ihre Geschichte neugierig gemacht. Auf ihre Erfahrungen, auf den gesellschaftlichen Umgang mit Menstruation – und auf das, was ich selbst längst als normalen Kommentar abgespeichert hatte, obwohl es mich eigentlich geärgert hat.
Denn natürlich fiel mir einiges ein. Dieses beiläufige „Hast du deine Tage?“, sobald man eine Meinung etwas deutlicher vertritt. Die Vorstellung, einen Tampon möglichst unauffällig zur Toilette transportieren zu müssen. Als würde die Verpackung beim Entdecken sofort einen Gebäudeevakuierungsalarm auslösen. Dabei wurde mir klar: Es geht nicht immer um den spektakulärsten Kommentar. Manchmal bleibt gerade der kleine Satz hängen, bei dem alle kurz lachen und man selbst mitlacht, weil einem in diesem Moment nichts anderes einfällt.
Deshalb gibt es hier 15 Antworten, die du dir ausleihen kannst. Die Sprüche sind selbst formulierte Beispiele, keine wörtlichen Zitate. Ich habe mich dafür auch umgehört und an öffentliche Diskussionen gedacht. Sie verbinden eigene Erfahrungen und typische Gesprächsmuster, ohne bestimmte Personen erkennbar zu machen. Die Konter habe ich für diesen Artikel formuliert. Schließlich sollen wir nicht noch warten müssen, bis wir unter der Dusche plötzlich schlagfertig werden.
FÜR DAS NÄCHSTE GESPRÄCH ODER DEN GEDANKLICHEN NACHTRAG.
Meine Periode ist kein Gegenargument.
15 Antworten zum Kopieren. Von ruhig und sachlich bis: Diesen Kommentar lassen wir jetzt bitte nicht unbesprochen stehen.
Ein Satz über meine Hormone ersetzt kein Argument
Was mich an „Hast du deine Tage?“ besonders stört: Die Frage interessiert sich meistens erstaunlich wenig für die Antwort. Niemand holt danach interessiert einen Kalender heraus und fragt, ob ich Unterstützung gebrauchen könnte oder ist dir das schon mal passiert? Der Satz soll meiner Meinung nach eher ironisch erklären, warum ich gerade unbequem und nicht „umgänglich“ bin. Ich widerspreche? Hormone. Ich finde etwas unfair? Bestimmt die Periode. Ich möchte meine Ruhe? Da haben wir ja schon die Ursache. Und ich stehe plötzlich da und überlege, wie ich beweisen kann, dass ich auch ohne Menstruation eine eigene Meinung besitze.
Beim Hören des Buches von Franka Frei kam mir der Gedanke, wie eng unser aller Entstehung mit der Menstruation verbunden ist. Gleichzeitig wird die Periode oft behandelt, als wäre sie eine peinliche Panne, über die man möglichst unauffällig hinwegsehen sollte. Das finde ich absurd, denn ich finde, der Körper verdient selbstverständlich auch dann Respekt, wenn jemand keine Kinder möchte oder bekommen kann. Mir geht es um den Umgang miteinander: Wenn jemand von seinem Befinden erzählt, wünsche ich mir erst einmal das schwierige Zuhören von meinem Gesprächspartner. Die spontane Bewertungskommission darf heute gern zu Hause bleiben.
Und etwas möchte ich dabei selbst mehr mitbedenken: Nicht alle Frauen menstruieren und auch manche Männer und nichtbinäre Menschen haben ihre Periode. Deshalb verwende ich hier auch „Menstruierende“. Ich erzähle aus meiner Perspektive als Frau; die Antworten dürfen selbstverständlich alle benutzen, die solche Kommentare kennen. Ich finde es wichtiger denn je, genauer hinzuschauen, statt nur bei dem zu bleiben, was ich bisher automatisch gesagt bzw. geschrieben hatte.
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MEINE PERSÖNLICHE BUCHEMPFEHLUNG
Der Auslöser für diesen Artikel ist das Buch „Periode ist politisch“
Mich hat beim Hören besonders ihre persönliche Geschichte beschäftigt. Wie sie zu dem Thema gekommen ist, welche Reaktionen ihr begegnet sind und wohin sie ihr Weg geführt hat. Ich habe danach über Dinge nachgedacht, die ich vorher eher nebenbei hingenommen hatte. Deshalb empfehle ich dir das Buch, wenn du dich mit dem gesellschaftlichen Umgang mit Menstruation beschäftigen möchtest. Die Sprüche und Antworten hier sind meine eigene Sammlung; sie sind keine Zitate oder übernommenen Beispiele aus dem Buch
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15 Periodensprüche, die eine bessere Antwort verdienen
Nicht jede Antwort passt zu jeder Situation. Mit einer Freundin redest du anders als mit einem Kollegen und manchmal möchtest du vielleicht einfach nur einen Satz sagen und danach deine Ruhe. Deshalb findest du hier unterschiedlich deutliche Konter. Der Button kopiert jeweils nur die Antwort. Du kannst sie verändern, abschwächen oder genauso verwenden. Es ist ein Angebot, keine mündliche Prüfung in Schlagfertigkeit.
1. „Hast du deine Tage, oder was?“
Dieser Satz ist der Klassiker unter den Kommentaren, die sich als Frage verkleiden. Eigentlich geht es gerade um eine Entscheidung, einen Streit oder etwas, das dich stört. Dann wird dein Zyklus auf die Tagesordnung gesetzt, obwohl du ihn überhaupt nicht eingeladen hast. Genau deshalb würde ich nicht anfangen, meinen aktuellen Zyklustag zu erklären. Damit wäre die Ablenkung schließlich gelungen. Die Antwort führt zurück zu dem, worüber ihr gesprochen habt.
Meine Argumente gelten übrigens an allen Tagen des Monats.
2. „Jetzt übertreib mal nicht.“
Ich finde bemerkenswert wie schnell Menschen manchmal wissen wollen, was für einen anderen Menschen gerade angemessen sein soll. Man selbst beschreibt sein Befinden und von außen kommt bereits die Bewertung. Dabei habe ich noch gar keine Jury bestellt. Diese Antwort ist bewusst sachlich gehalten, weil ich in so einem Moment meistens kein Wortgefecht brauchen würde. Vielleicht möchte ich einfach verstanden werden. Dieser Wunsch wird nicht dadurch übertrieben, dass jemand anderes sich meine Situation gerade nicht vorstellen kann.
Wie es mir geht, musst du mir nicht erklären. Du kannst mir zuhören.
3. „Andere haben das doch auch.“
Natürlich gibt es andere Menschen mit Periode. Nur sagt mir diese Information wenig darüber, wie ich mich heute fühle. Der Vergleich wird besonders lästig, wenn anschließend eine Bekannte auftaucht, die angeblich immer alles schafft und dabei vermutlich noch Fenster putzt. Schön für sie. Ich kenne ihren Zyklustag nicht und sie kennt meinen nicht. Wenn ich etwas über mein Befinden erzähle, möchte ich nicht automatisch an einer Vergleichsstudie teilnehmen. Eine Nachfrage wäre deutlich hilfreicher als eine Rangliste gewesen.
Stimmt. Und trotzdem ist mein Körper keine Gruppenarbeit.
4. „Musst du das so offen sagen?“
Manchmal fällt dieser Spruch schon bei einer völlig sachlichen Bemerkung. Man sagt, dass man seine Tage hat und der Gegenüber reagiert, als hätte man gerade ungefragt eine mehrteilige Dokumentation gestartet. Ich finde: Ein Wort das im Duden steht darf in einem Gespräch auch vorkommen. Aber die bloße Erwähnung ist noch keine Zumutung. Wer problemlos über Muskelkater, eine Erkältung oder seinen empfindlichen Magen sprechen kann, wird das Wort Periode vermutlich ebenfalls überstehen.
Ich habe meine Periode erwähnt, keine Liveübertragung angekündigt.
5. „Kannst du den Tampon nicht verstecken?“
Es ist schon eine interessante Choreografie: Produkt aus der Tasche nehmen, möglichst unauffällig in der Hand verschwinden lassen, Blickkontakt vermeiden und dann zur Toilette gehen. Bei einem Taschentuch wäre derselbe Aufwand ziemlich merkwürdig. Mir geht es dabei nicht darum, dass jetzt alle demonstrativ mit Tampons durch den Flur laufen sollen. Wenn du deine Menstruationsprodukte lieber diskret transportieren willst, ist das deine Entscheidung. Ich möchte nur nicht so tun müssen, als wäre der Anblick eines verpackten Hygieneprodukts für die Öffentlichkeit eine kaum zumutbare Belastung.
Das ist ein Tampon. Kein Staatsgeheimnis.
6. „Ih, das ist doch eklig.“
Niemand muss Blut besonders ansprechend finden. Trotzdem macht es einen Unterschied, ob jemand ein persönliches Unbehagen hat oder meinen Körper mit einem abwertenden Kommentar versieht. Gerade wenn ich nur etwas erwähnt habe, finde ich diese Reaktion unnötig. Die Antwort setzt deshalb eine ziemlich einfache Grenze. Du darfst ein Thema unangenehm finden und trotzdem freundlich bleiben. Das funktioniert bei erstaunlich vielen anderen Gesprächen ebenfalls, auch wenn niemand dafür offiziell eine Auszeichnung bekommt.
Du musst meine Periode nicht mögen. Respektvoll darüber reden reicht mir schon.
7. „Frauen haben das schon immer ausgehalten.“
Dieser Satz soll offenbar beeindrucken: Früher wurde durchgehalten, also bitte heute ebenfalls. Mich überzeugt das wenig. Dass Menschen etwas lange ausgehalten haben, sagt noch nichts darüber aus, ob sie dabei ausreichend Unterstützung bekommen haben. Ich möchte außerdem nicht erst historische Vergleichsfälle durchgehen, bevor ich sagen darf, was ich brauche. Wenn jemand wirklich die Erfahrungen früherer Generationen würdigen möchte, könnte daraus auch mehr Verständnis entstehen. Die Schlussfolgerung muss nicht automatisch lauten, dass wir deshalb jetzt alle möglichst still weitermachen.
Und fragwürdige Kommentare auch. Wir könnten wenigstens damit aufhören daraus eine geschichtliche Vergleichsrede zu halten, findest du nicht?
8. „Stell dich nicht so an, das ist doch natürlich.“
Das Wort ‚natürlich‘ klingt in solchen Gesprächen manchmal wie ein Stempel, der sämtliche weiteren Fragen erledigen soll. Körperfunktion festgestellt, Fall geschlossen. Nur beschreibt das Wort nicht, wie sich etwas für die einzelne Person anfühlt. Dass mein Körper etwas von selbst macht, verpflichtet mich noch lange nicht dazu, es an jedem Tag besonders angenehm zu finden. Ich kann meine Periode als Teil meines Lebens akzeptieren und trotzdem Rücksicht brauchen. Beides passt gleichzeitig in einen Satz.
Genauso natürlich ist auch Müdigkeit. Trotzdem darf man schlafen und sich die Pause nehmen.
9. „Bist du deshalb heute so zickig?“
Das ist mir wichtig: Ich möchte mich nicht hinter meiner Periode verstecken, wenn ich tatsächlich unfreundlich gewesen bin. Nur hilft es wenig, mich pauschal als zickig oder Drama Queen einzuordnen und dann noch eine körperliche Erklärung hinterherzuliefern. Was genau war verletzend? Welcher Satz hat gestört? Darüber lässt sich reden. Die Vermutung über meinen Zyklus bringt uns dagegen ungefähr so weit wie eine Wettervorhersage für den falschen Kontinent. Sie klingt nach einer Erklärung, löst aber unser Gespräch nicht.
Wenn dich mein Ton stört, sprich über meinen Ton. Meinen Zyklus lassen wir bitte aus der Debatte raus.
10. „War doch nur ein Witz.“
Ich mag Humor. Offensichtlich. Trotzdem muss ich nicht jeden Spruch lustig finden, nur weil jemand ihn nachträglich als Witz etikettiert. Besonders praktisch wird dieses Etikett, wenn die Person, über die gelacht wurde, plötzlich auch noch dafür verantwortlich sein soll, dass die Stimmung wieder gut wird. Ein bisschen Selbstironie darf man erwarten, heißt es dann gern. Vielleicht wäre auf der anderen Seite ein bisschen Selbstreflexion ebenfalls im Angebot. Wenn dir mein Konter zu spitz ist, reicht aber auch ein ruhiges: Ich fand das gerade nicht lustig.
Dann arbeiten wir beim nächsten Mal noch an der Pointe deines Witzes.
11. „Du bist einfach zu empfindlich.“
Dieser Kommentar macht aus einer Rückmeldung schnell eine Charakterfrage. Ich sage, dass mich etwas gestört hat, und plötzlich soll mein Empfinden das eigentliche Problem sein. Dabei muss man nicht bei allen Dingen gleich reagieren, um miteinander klarzukommen. Es gibt bestimmt auch Bemerkungen, die mein Gegenüber nicht hören möchte. Darüber würde ich ebenfalls lieber sprechen, als eine Debatte über seine Belastbarkeit zu eröffnen. Für mich ist die Antwort deshalb besonders alltagstauglich: Sie verlangt keine völlige Übereinstimmung, sondern einen respektvollen Umgang mit einem Unterschied.
Du musst meine Grenze nicht genauso empfinden und verstehen, um sie zu respektieren.
12. „Sag doch einfach, du bist heute krank. Das mit der Periode muss keiner wissen.“
Vielleicht ist der Rat fürsorglich gemeint. Trotzdem finde ich die Vorstellung schwierig, für eine akzeptable Erklärung müsse das Wort Periode erst aus dem Satz entfernt werden. Ich darf allgemein bleiben, wenn ich keine Details teilen möchte. Ich darf das Thema aber auch benennen. Beides sollte sich nach meiner Entscheidung anfühlen. Offenheit ist kein Muttest und Privatsphäre ist keine Schande. Ich möchte weder zum Reden gedrängt werden noch zum Verschweigen der Situation.
Wie viel ich über meinen Körper erzähle, entscheide ich selbst.
13. „Schon wieder deine Tage?“
Es gibt Fragen, bei denen ich kurz überlege, ob wir die Grundlagen vielleicht noch einmal gemeinsam anschauen sollten. Dieser Spruch gehört dazu, wenn er mit genervtem Unterton in meinem Ohr ankommt. Als hätte ich mir für diesen Monat einfach noch eine zusätzliche Unannehmlichkeit ausgesucht. Natürlich kann eine Nachfrage auch ehrlich interessiert sein und nur anders wirken. Hier geht es um das vorwurfsvolle Schon wieder. Darauf darf die Antwort kurz bleiben. Du musst nicht deinen Kalender öffnen und die vergangenen Monate zur gemeinsamen Begutachtung freigeben.
Ja. Das mit der Periode ist tatsächlich als Wiederholung angelegt.
14. „Wegen deiner Periode sagst du jetzt ab?“
Hier geht es um die Reaktion auf eine Absage, nicht um die perfekte Formulierung der Nachricht davor. Du hast bereits gesagt, dass du nicht mitkommst, und nun wird deine Begründung noch einmal auf ausreichende Wichtigkeit geprüft. Natürlich darf jemand enttäuscht sein. Trotzdem wird dein Befinden durch die Enttäuschung nicht automatisch anders. Du kannst Verständnis für die andere Person haben und bei deiner Entscheidung bleiben. Dafür brauchst du keine zweite Nachricht mit noch ausführlicherem Beweismaterial.
Ja. Ich passe meine Pläne an mein Befinden an. Genau dafür sind es meine Pläne.
15. „Dann sehen wir uns wohl besser erst, wenn du wieder normal bist.“
Diese Antwort ist deutlich und genauso ist sie gemeint. Die Vorstellung, ich sei während meiner Periode vorübergehend eine unzumutbare Sonderausgabe meiner selbst, möchte ich nicht einfach abnicken. Wenn zwischen uns etwas nicht stimmt, können wir darüber sprechen. Vielleicht brauchen wir Abstand, vielleicht eine Entschuldigung, vielleicht ein ehrliches Gespräch. Aber meine Menstruation macht mich nicht weniger ernst zu nehmen. Diesen Konter würde ich deshalb bewusst einsetzen: wenn ich den Kommentar klar zurückweisen möchte und gerade keine Lust auf eine freundlich verpackte Ausweichsrede habe.
Ich bin auch mit Periode normal. Bei respektvollen Kommentaren deinerseits sehe ich noch Entwicklungspotenzial.
Und wenn mir trotzdem nichts einfällt?
Dann ist das eben so. Ich möchte aus dieser Sammlung keine weitere Disziplin machen, in der wir jetzt auch noch besonders souverän auftreten sollen. Manchmal trifft einen der Kommentar und der Kopf ist leer. Manchmal möchte man in der Situation nicht eine Debattierstunde eröffnen. Manchmal ist der Gegenüber jemand, mit dem man keinen Streit riskieren will. Das ist kein persönliches Versagen. Eine schlagfertige Antwort kann hilfreich sein; sie ist keine Voraussetzung dafür, dass deine Grenze berechtigt ist. Auch ein späteres Gespräch ist möglich. Du darfst sagen, dass dich ein Satz von gestern noch beschäftigt.
Ich würde außerdem unterscheiden, mit wem ich gerade spreche. Bei einem Menschen, der mir wichtig ist, möchte ich nach dem ersten Konter vielleicht erklären, was mich gestört hat. Im beruflichen Umfeld würde ich eher eine sachliche Formulierung wählen. Und bei jemandem, der ständig darauf weiter herum reitet, würde ich irgendwann aufhören, nach dem magischen Satz zu suchen, der alles löst. Nicht jede unangenehme Reaktion lässt sich durch eine bessere Wortwahl verhindern. Mein Anteil ist, mich so auszudrücken, wie es für mich passt. Zuhören muss die andere Person schon selbst.
Was du vor dem Kopieren vielleicht noch wissen möchtest
Muss ich meine Periode überhaupt erwähnen?
Nein. In deinen persönlichen Gesprächen entscheidest du, wie viel du erzählen möchtest. Du kannst die Periode benennen, allgemein über dein Befinden sprechen oder sagen, dass du dazu keine Details teilen möchtest.
Was, wenn ich keinen frechen Konter möchte?
Dann nimm eine der ruhigeren bzw. sachlicheren Antworten, etwa die zweite oder elfte. Du kannst auch einfach sagen, dass du den Kommentar unpassend findest. Dein Satz muss weder originell noch besonders lustig sein. Entscheidend ist, dass du ihn tatsächlich aussprechen möchtest.
Kann ich die Antworten einfach verschicken?
Ja, für deine persönlichen Nachrichten und Gespräche sind sie gedacht. Kopiere den Satz, passe ihn bei Bedarf an und verwende ihn so, wie es für dich stimmig ist. Wenn du die Sammlung in deinem eigenen Content erwähnst, freue ich mich über einen Link zum Artikel statt einer vollständigen Übernahme.
Meine Tage sind nicht das Problem an diesem Gespräch
Eigentlich wollte ich gestern nur ein Hörbuch hören, weil ich nicht schlafen konnte. Jetzt habe ich eine Liste mit Antworten und ein etwas genaueres Gefühl dafür, welche Kommentare ich nicht mehr beiläufig durchwinken möchte.
Ich werde vermutlich trotzdem nicht plötzlich in jeder Situation den perfekten Satz sagen. Aber ich finde es schon hilfreich, einen Spruch überhaupt als unpassend zu erkennen, statt sofort nach einem Fehler bei mir zu suchen. Nimm dir die Antwort mit, bei der du gedacht hast: Genau die hätte ich gebraucht für den nächsten Kommentar oder einfach für das gute Gefühl, dass du darauf durchaus etwas zu sagen hast.
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MEINE EMPFEHLUNG ZUM WEITERENTDECKEN
Wenn dich das Thema Weiblichkeit weiter beschäftigt
Zum Schluss möchte ich dir noch den Weiblichkeitskurs von Mia Page mitgeben. Das ist ein eigenes Thema für sich, das für mich hier anschließt: Welche Vorstellungen von Weiblichkeit habe ich übernommen und was davon passt eigentlich zu mir?
Schau dir in Ruhe an, ob dir Mias Sprache und ihr Ansatz zusagen. Sie arbeitet mit dem Begriff „weibliche Energie“. Ich verstehe das hier als Coaching-Perspektive und persönliche Auseinandersetzung mit Weiblichkeit. Die Empfehlung richtet sich an Leserinnen, die dieses Thema vertiefen möchten; die Antworten im Artikel sind selbstverständlich auch ohne Kurs vollständig nutzbar.
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Hier kannst du weiterlesen
Falls du gerade weniger eine schlagfertige Antwort und eher eine freundliche Absage brauchst, findest du im ersten Artikel fertige Nachrichten. Im zweiten geht es um meine eigene Suche danach, was Weiblichkeit für mich bedeutet.
Heute kann ich wirklich nicht: 15 Copy-and-Paste-Absagen für Periodentage
Für die Nachricht vor der Diskussion: Was du schreiben kannst, wenn du einen Termin absagen möchtest und keine halbe Lebensgeschichte mitschicken willst.
Zu den Absage-Vorlagen →
Was ist weibliche Energie? Meine ehrliche Antwort nach Jahren der Suche
Meine persönlichen Gedanken über Weiblichkeit, eigene Bedürfnisse und die Frage, was sich für mich jenseits vorgefertigter Rollen stimmig anfühlt.
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Leseimpuls: Franka Frei, Periode ist politisch.
Mehr zum Buch auf der Website der Autorin.
Die Höreindrücke sind persönlich, die Beispiele und Antworten sind meine eigenen persönlichen Formulierungen.







